Qualität

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sieht vor, dass bis 2020 wenigstens 20% der Stromversorgung in Deutschland aus erneuerbaren Quellen kommen sollen. Ihr Anteil am gesamten Stromverbrauch in Deutschland ist im Jahr 2005 auf 10,2 Prozent angewachsen, gegenüber 9,5 Prozent im Vorjahr. Im Vergleich zu Biofeststoffen (Holz, Stroh) und Biogas stellt Pflanzenöl die dichteste Energieform der Photosynthese dar.  Mit einer Energiedichte von rund 9,2 kWh je Liter liegt es ziemlich genau zwischen Benzin (8,6 kWh/l) und Diesel (9,8 kWh/l). Im Gegensatz zu Benzin und Diesel ist Pflanzenöl jedoch regenerativ, CO2-neutral und frei von Schwefel, Schwermetallen und Radioaktivität. Es besteht nur aus Kohlenstoff (C), Wasserstoff (H) und ein wenig Sauerstoff (O) im Verhältnis von etwa C60H120O6. Die zusätzlich erforderlichen Produktionsschritte machen Biodiesel gegegenüber des Ausgangsstoffs Pflanzenöl teurer, in der Herstellung - und am Markt. Im Vergleich zum Pflanzenöl und zum Dieselkraftstoff weist Biodiesel zudem einen niedrigeren Energiewert auf, was sich in einem 5 - 8% höheren Volumenverbrauch niederschlägt.  Abgesehen von den übrigen Vorzügen, besteht für die Verwendung von Pflanzenöl zur Energiegewinnung ein nicht unerheblicher Vorteil hinsichtlich Kosten und Verfügbarkeit. Da weniger Produktionsstufen benötigt werden, können die Verbraucher die Ware über mehrere dezentrale Anbieter beziehen und somit Kostenvorteile nutzen.